Über Revell
Revell wurde 1943 von Lewis H. Glaser in Kalifornien gegründet, zunächst unter dem Namen „Precision Specialties". Das Unternehmen stellte anfangs Kunststoff-Alltagsprodukte her, bevor Glaser 1947 auf die Idee kam, aus mehreren Kunststoffteilen ein maßstabsgetreues Auto zusammenzubauen. Im August 1951 brachte Revell mit den „Highway Pioneers" die ersten echten Modellbausätze zum Selbstzusammenbauen auf den Markt – die Geburtsstunde der Marke, wie man sie heute kennt.
Schon früh richtete sich Revell nach Europa aus: 1956 gründete Revell eine Tochtergesellschaft in Bielefeld, der Firmensitz wurde 1957 nach Bünde verlegt. Von dort aus wurden zunächst US-Bausätze vertrieben, die erste eigene Entwicklung – ein BMW R75/5 im Maßstab 1:8 – entstand 1971. Zu den bekanntesten Modellen zählen bis heute Klassiker wie die Bismarck oder das Apollo-Saturn-Programm zur Mondlandung 1969. 2005 kam mit einer Star-Wars-Lizenz eine bis heute sehr populäre Themenwelt hinzu.
Markenrechtlich firmiert Revell heute unter der Carrera Toys Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Puch bei Salzburg (Österreich); operativ wird das Modellbaugeschäft weiterhin von der Carrera Revell GmbH in Bünde geführt. Seit 2021 treten beide Gesellschaften gemeinsam als Carrera Revell Group auf, gehalten von der Investmentgesellschaft QCP.
Der Einstieg ins Klemmbaustein-Segment: Im Herbst 2025 wagte Revell mit dem "Revell Brick System" erstmals den Schritt in die Welt der Klemmbausteine und verband damit seine jahrzehntelange Expertise im detailgetreuen Modellbau mit dem Baustein-Prinzip. Den Auftakt machte das U-Boot U-96 aus dem Kultfilm „Das Boot" von Wolfgang Petersen – ein Set aus 6.483 Teilen und 120 cm Modelllänge, das komplett bedruckte Teile ohne Bemalbedarf sowie einen aufwendig gestalteten Innenraum bietet. Community-Diskussionen (u. a. im Forum klemmbrett.info) ordnen die zugrundeliegende Bautechnik dem chinesischen Hersteller Panlos zu, für den Revell offenbar als Lizenzpartner auftritt – offiziell bestätigt Revell dies nicht.
Die Serie wurde seither ausgebaut: Für 2026 kündigt Revell weitere Brick-System-Modelle an, darunter Fahrzeuge und Gebäude aus mehrfarbigen Bausteinen, etwa den Bell Boeing V-22 Osprey mit beweglichen Kipprotor-Elementen. Das Brick System richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die mehr als einen einfachen Bausatz suchen, und verbindet Klemmbaustein-Qualität mit präziser Passform und Modellbau-typischer Detailtreue – positioniert als kleberfreie Alternative zum klassischen Plastikmodellbau.